08.12.2017 bis 14.01.2018  

Tchenkov und Mitzev spazieren durch den Kunstsommer

Ein künstlerischer Reflex auf die Großveranstaltungen 2017 von Valio Tchenkov und Vincent Mitzev.



Eröffnung am Donnerstag, 7.12.2017, 19 Uhr


Der Kunstsommer 2017 war bestimmt durch die drei großen, international bedeutenden Kunstprojekte: documenta 14 in Athen und Kassel, Biennale Venedig und Skulptur-Projekte in Munster. Die hohen Erwartungen vorab und die Berichterstattungen, Diskussionen und Kritiken währenddessen hatten starke öffentliche Präsenz und waren Dauerbrenner in den Medien. Neben den theoretischen Diskursen der Fachwelt, stand auch das Kunsterleben des Publikums im Zentrum, das unter dem Anspruch der gesellschaftlichen Relevanz von Kunst im großen Stil erreicht werden sollte. Nach dem Ende des Kunstsommers stellt sich in besonderer Weise für Künstler_innen die Frage, was aus diesen bedeutenden Events bleibt. Welchen nachhaltigen Einfluss haben sie, welche Erkenntnisse daraus wirken auf die jeweils eigene Arbeit?

Die in München lebenden Künstler Valio Tchenkov und Vincent Mitzev sind seit mehreren Jahren gemeinsam als Besucher auf diesen Kunstgroßveranstaltungen unterwegs. Bei ihren Wanderungen durch die Ausstellungsorte und deren Präsentationen kommentieren Sie die Situationen auf humorvolle, künstlerisch performative Art und dokumentieren dies in Fotografien und Videoaufnahmen. Tchenkov und Mitzev zeigen nun im MaximiliansForum Auszüge aus diesem Bild- und Videomaterial, und verbinden es in ihrer Ausstellungsinstallation mit vor Ort entstandenen und von ihnen so benannten „Zwischenprodukten“, die für die eigene künstlerische Denkweise und Produktion stehen. Damit sind Tchenkov und Mitzev nicht nur Modell für einen künstlerischen Reflex, ihre individuellen Interaktionen stoßen auch die Frage nach den Eindrücken des Kunstsommers und seinen bleibenden persönlichen Impulsen bei ihren Betrachter_innen an.

Fotos: Barbara Tumba Hartmann