Konzept

Das MaximiliansForum ist ein städtische Kunstraum für Bildende und Angewandte Kunst sowie für interdisziplinäre Kunst- und Kulturprojekte. In Ausstellungen, Installationen, Podiumsrunden, Expertengesprächen, Performances und Aktionen werden neueste Konzepte vorgestellt und gesellschafts- und kulturrelevante Fragen an der Schnittstelle zwischen den angewandten und freien Künsten diskutiert.

Das MaximiliansForum hat einen offenen und kommunikativen Charakter. So wandelbar wie der Raum in seiner strengen architektonischen Grundstruktur ist, so vielseitig und lebendig ist die Atmosphäre während der Veranstaltungen. Dann wird  der eigenwillige Ort durch die dialogischen Konzepte, die Akteure und ein vielseitig interessiertes Publikum aus verschiedenen kulturellen und gesellschaftlichen Szenen belebt und zu einem inspirierenden Forum für neue Ideen und Visionen.

Dieser einzigartige, zentral unter der prominenten Münchner Maximilianstraße gelegene Kunstraum hat eine vielschichtige Vergangenheit, die sich seit den 1970er Jahren unter den Namen Lenbachhaus/Kunstforum, Maximiliansforum und zuletzt ZKMax abspielte. In all seinen verschiedenen Ausprägungen repräsentiert das MaximiliansForum, wie es seit 2010 heißt, als Schaufenster in die Szenen eine offene, vielseitig vernetzte und überraschende Seite der Münchner Kultur und bringt sie mit international wichtigen Positionen verschiedener Disziplinen zusammen.

Die Passage ist durchgehend einsehbar, der Eintritt zu den eigenen Veranstaltungen ist frei.

Ausstellungsort

Im Jahr 2000 wurde die ca. 1600m² große Unterführung im Kreuzungsbereich von Altstadtring und Maximilianstraße (von 1973-95 das ‚Kunstforum’ der Städtischen Galerie im Lenbachhaus) zu einem variablen Ausstellungsraum umgebaut und fortan als Maximiliansforum bezeichnet. Von Oktober 2004 bis Juni 2009 präsentierte hier das ZKMax ein kontinuierliches, qualitativ hochwertiges Medienkunst-Programm. Das beispielhaft für einen zwar geschützten, aber dennoch öffentlichen Raum der Medienkunst stehende Konzept des ZKMax wird auch vom MaximiliansForum fortgesetzt werden. Der Standort an einer traditionellen Münchner Kulturmeile, inmitten von Galerien, Theatern, Museen und im elegantesten Einkaufsbezirk Münchens bietet dafür eine einmalige Ausgangssituation.

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Zur Geschichte

1968 – 1969
Raum unter der Maximilianstraße am Altstadtring entstand als Fußgängerunterführung im Zuge der damaligen Straßenplanung 

1971 – 1973 

Nutzung der Unterführung als Ausstellungsraum im Rahmen einer privaten Initiative 

1973 – 1995 

Unter dem Namen "Kunstforum" spielt der Ort eine wichtige Rolle für die kulturelle Entwicklung Münchens: Unter der Leitung der Städtischen Galerie im Lenbachhaus wird die Unterführung als Ausstellungsraum genutzt und ist damit der Vorläufer des Kunstbaus. International bekannte, sowie Münchner Künstler, die eigene Arbeiten für das "Kunstforum" erarbeiteten, haben an über 150 Ausstellungen, Performances, Konzertveranstaltungen und anderen Aktionen teilgenommen. 
(Ausstellungsliste siehe Ausstellungsübersicht.pdf). 

1995
Nach Eröffnung des Kunstbaus gibt die Städtische Galerie im Lenbachhaus das „Kunstforum“ auf. (Keine kulturelle Nutzung der Unterführung in den folgenden drei Jahren). 

1998
Das Kulturreferat erarbeitet eine Beschlussvorlage für den Stadtrat: Eine bauliche Neugestaltung der Räumlichkeiten durch Architekt Peter Haimerl soll „eine zeitgemäße multimediale Folge von Präsentationen aus Kunst, Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur und Planungsfragen, bis hin zu Produktwerbung und Veranstaltungsankündigungen über neue Medien“ ermöglichen. 

Herbst 1999
Kulturreferent Prof. Nida-Rümelin rückt die Kunst in den Mittelpunkt der inhaltlichen Konzeption des Ortes, der nun unter dem Namen "Maximiliansforum" geführt wird. Das Maximiliansforum wird im Kontext der Kunst im öffentlichen Raum betrachtet und hat den Schwerpunkt Medienkunst. Dem Pilotprojekt und Experiment wird für drei Jahre ein Budget von 80.000 DM eingeräumt.

Juni 2000
Das "Maximiliansforum" wird baulich fertiggestellt und kann von nun an bespielt werden. Zwischen 2000 und 2003 werden während der Pilotphase - betreut vom Kulturreferat Bereich Bildende Kunst - rund 35 Veranstaltungen durchgeführt. 

Juni 2003 
Alternative Betreibermodelle* werden angedacht, u.a. eine Nutzung durch die BUGA 2005 GmbH (Studentischer Kunstwettbewerb) und eine Kooperation mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe - das Flächenmanagement soll jedoch beim Kulturreferat verbleiben (Budget hierfür künftig 35.900 Euro pro Jahr für Programm und Betrieb durch das Kulturreferat).

Oktober 2003 - Ende 2009
Eröffnung des ZKMax im Maximiliansforum, einer neuartigen und auf Zeit angelegten Kooperation im Bereich multimedialer Kunst. Die Partnerschaft zwischen dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe (ZKM) und der Stadt München/ Kulturreferat ermöglicht via online-Verbindung einen öffentlichen Zugang zum größten Medienkunst-Archiv der Welt. Es finden zahlreiche Ausstellungen und Aktionen, die sich mit digitaler Kultur befassen, statt. Mitte 2007 endet die Kofinanzierung durch das ZKM Karlsruhe, das Kulturreferat trägt die Partnerschaft von nun an im Wesentlichen aus seinen Mitteln - noch bis Ende 2009.

2010
Profilierung des "MaximiliansForums" als Passage für interdisziplinäre Kunst: Der Raum eröffnet zeitgenössischer Kunst, Design, Architektur, Performance, Theater, Film, Tanz und Musik eine Präsentationsmöglichkeit im urbanen Kontext und dem Publikum einen Einblick in aktuelle Koproduktionen unterschiedlicher Szenen. Die Gemeinschaftsprojekte werden speziell für das MaximiliansForum entwickelt und eröffnen z.B. durch eine Beteiligung der Münchner "Off Spaces" an der Open Art neue Wechselwirkungen und Wahrnehmungen für die Münchner Kunst- und Kulturlandschaft.

2011-2012 
Weiterentwicklung des interdisziplinären Ansatzes und Prüfung zukünftiger Nutzungen: Das MaximiliansForum ist als Kunstraum der Stadt München ein wichtiger Bestandteil kultureller Infrastruktur für die zeitgenössische Szene in München geworden. Seit Anfang 2012 hat sich der Raum vor allem als Forum für die angewandten Künste profiliert. Das Jahresprogramm zeigte die große kulturelle und gesellschaftliche Relevanz von Mode und Design in München in vielseitigen Ausstellungs- und Veranstaltungsformaten auf. Der Raum wird auch weiterhin einen Schwerpunkt auf Schmuck, Design, Mode und Architektur legen und somit zu einem bedeutenden Ort innerhalb der interdisziplinär geprägten Kunstlandschaft Münchens. Die Maximilianstraße mit ihrem Ruf als Luxus-, Kunst- und Konsummeile Münchens ist hierfür ein spannungsreiches und interessantes Umfeld.

Ausstellungsort:
Passage Maximilianstrasse/Altstadtring