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06.12.2012 bis 15.12.2012  

FLUCHTRAEUME

Schauspiel, Film, Musik und bildende Kunst. In einer interdisziplinären Aktion werden der westliche Freiheitsbegriff und der Mythos der Autonomie des Einzelnen untersucht.

Amerika ist mehr als ein Land, 'Amerika ist ein Modell', ein mythisches Sehnsuchtsbild. 'Amerika' ist der Ort des Neuanfangs, der größtmöglichen individuellen Freiheit. Am Anfang der Auseinandersetzung mit dem Freiheitsbegriff steht das Verbrechen als Initiation des Aufbruchs und der Flucht aus den gesellschaftlichen Schranken. 'Die Kriminalität ist der urwüchsigste Ausdruck der Auflehnung.' FLUCHTRAEUME versteht sich nach „reenacting the reenactment“ als zweiter Versuch, das Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft zu beleuchten. Im Wort steckt die Bewegung, der Aufbruch. Die Sehnsucht geht in die Weite, die Landschaft. Und eingeschrieben ist das Scheitern, der Tod. 

 

am 7. Dezember 2012 sowie am 8., 9., 11., 12., 16. Dezember 2012, jeweils um 20.00 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr)

Eintritt: 18.- Euro, ermäßigt 12.- Euro
Reservierungen unter hoerstmann@maximiliansforum.de

 

Konzeption, Inszenierung, Raum, Video: Sebastian Hirn Fotoinstallation: Katharina Gaenssler Dramaturgie: Berit Carstens Kostüm: Monika Staykova Musik: Florian Götte, Thomas Hien Videotechnik: Ole Heinzow Ton: Benjamin Hüttner, Andreas Reinalter Produktionsleitung: Lisa Hörstmann Regieassistenz: Katrin Sedlbauer Ausstattungsassistenz: Stephanie Karl Regiehospitanz: Constanze Hörlin Dramaturgiehospitanz: Ina Rudolf Schauspiel: Sophie Engert, Yuri Englert, Johannes Flachmeyer, Anjorka Strechel Chor: vox nova

Dank an: Betty Kay Becker, Kevin Becker, Cornelia Hirn, Holger Henkel, Tanja Kahlau, Susn Kohl, Bernd Kuchenbeiser, Johann Labermeier, Matthias Meeß, Pasinger Fabrik, Christopher Purdham, Peter Scheller, Oliver Schmidt, Christoph Schwarz, Cord Sonnemann, Johannes Thomann, Georg Veith, Christian Wandinger, Sarah Yusuf

 

Amerika ist weder Traum noch Realität, es ist Hyperrealität. Eine Hyperrealität, weil eine Utopie, die von Anfang an als schon verwirklicht gelebt wurde. Alles ist hier wirklich und pragmatisch, alles lässt einen traumwandeln. Die amerikanische Wahrheit kann möglicherweise nur einem Europäer aufgehen. Die Amerikaner selbst haben kein Verständnis für Simulation. Sie sind ihre perfekte Konfiguration, aber sie haben keine Sprache dafür, da sie selbst das Modell sind.
Jean Baudrillard. Amerika. Berlin 2004. 

 

www.fluchtraeume.de

 

Fotos: Katharina Gaenssler