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14.06.2016 19:00 bis 22:00  

„Beuys, die Konzeptkunst und ihr Material“ – ein Podiumsgespräch mit Ausstellungsmacher_innen und Künstler_innen.

Im Anschluss Death Metal Performance von Malte Struck und Mark Wehrmann (Hamburg)

Mittwoch, 15.06.2016, 19 Uhr

„Beuys, die Konzeptkunst und ihr Material“ – ein Podiumsgespräch mit Ausstellungsmacher_innen und Künstler_innen.
mit Maximilians Erbacher (Künstler), Ralf Homann (Künstler und Feature-Autor), der what remains gallery (Christian und René Landspersky), Susanne Pittroff (Künstlerin) und Georg Winter (Künstler, HBKsaar)
Moderation: Diana Ebster

Im Anschluss Death Metal Performance von Malte Struck und Mark Wehrmann (Hamburg)


"Ich glaube, dass Kunst die einzige politische Macht, die einzige revolutionäre Macht, die einzige evolutionäre Macht ist, die einzige Macht, die die Menschheit von aller Unterdrückung zu befreien vermag. Ich sage nicht, dass die Kunst das schon geschafft hat, ganz im Gegenteil. Und weil sie es noch nicht geschafft hat, gilt es, sie zu einer Waffe zu machen - vorerst geht es um den Grad der Radikalität, dann kann man über Einzelheiten sprechen."
(Joseph Beuys, Avalanche Newspaper, Mai/Juni 1974)

Mit seinem erweiterten Kunstbegriff, dem Modell der Sozialen Plastik und als Mitglied von Fluxus gilt Joseph Beuys als einer der wichtigsten Vertreter der Konzeptkunst. Als Concept Art / Konzeptkunst, die als eine Kunstrichtung in den 50er, 60er Jahren entsteht, versteht man sowohl die Weiterentwicklung in der abstrakten Malerei wie auch unterschiedliche Kunstrichtungen wie die Objektkunst oder Happening. Die Idee / das Konzept werden als zentraler Aspekt eines Werkes verstanden, die Ausführung des Kunstwerks ist von untergeordneter Bedeutung und muss nicht durch den Künstler selbst erfolgen.

Im Werk von Beuys spielen die Entwicklung zum konzeptuell arbeitenden Künstler aber auch das Material und die Objekte, die er dazu einsetzt eine besondere Rolle. Wie verändert sich sein bildhauerischer Begriff vom Material, wie beeinflusst Beuys damit die Kunst und damit auch die Lehre z.B. an der Münchner Akademie? Wie geht die aktuelle Konzeptkunst mit ihrem Material um, zwischen Verbildlichung eines Konzepts und verschwenderischer Materialschlacht?
Darüber sprechen wir an diesem Abend mit unseren Gästen.

Anschließend, um ca. 21 Uhr findet die „Death Metall Performance“ von Malte Struck und Mark Wehrmann statt. Malte Struck und Mark Wehrmann beschäftigen sich mit den Themenfeldern Klang, Raum und Tod. In ihren Death Metal Performances, die sie bisher u.a. in Frankfurt, Düsseldorf, Leipzig, Berlin, Hamburg, Basel, Florenz, Venedig und Tiflis aufgeführt haben, greifen sie auf Subgenres populärer Musik zurück wie auch auf klassische Kunstmotive wie die „Living Sculpture“ oder das „Orgien Mysterien Theater“. Während unsere Gesellschaft die Vergänglichkeit unserer Existenz und das Thema Tod verdrängt, stellen sie sich dieser Auslöschung künstlerisch.
(Dauer ca. 20 min)

zur Ausstellung
z e i g e   d e i n e   W u n d e   2 0 1 6  / T e i l   1  –   Die Markierung des Raumes

Susanne Pittroff „ECHO“ (Installation, 2016) und
Maximilian Erbacher „WE BELIEVE LUXURY IS BEST SERVED IN SMALL QUANTITIES“ (Fahne und Steinplatte im Außenraum der Maximilianstraße, 2016)


2016 jährt sich die Ausstellung der Arbeit „zeige deine Wunde“ von Joseph Beuys, die 1976 in der Unterführung der Maximiliansstraße / Altstadtring erstmals in München gezeigt wurde, zum 40. Mal. Aus diesem Anlass veranstaltet das MaximiliansForum die vierteilige der Reihe „zeige deine Wunde 2016“, in der eine jüngere Generation von Künstlerinnen und Künstlern eingeladen ist, den Ort und diese für München wichtige Arbeit zu reflektieren. Teil 1 dieser Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe trägt den Titel  „Die Markierung des Raumes“ und beginnt mit jeweils einer installativen Arbeit von Susanne Pittroff und Maximilian Erbacher. In diesem ersten Teil der Reihe liegt der Schwerpunkt auf der Frage nach der unmittelbaren Situation von „zeige deine Wunde“ und ihrer Wirkung.
Zu sehen ist darüber hinaus eine Projektion einer Serie von Fotografien aus der Sammlung Klüser, in denen Ute Klophaus 1976 die Situation des Aufbaus von „zeige deine Wunde“ in künstlerischer Form dokumentiert hatte.

Mehr Information zur Ausstellung und den noch kommenden Veranstaltungen jeweils aktuell auf
www.maximiliansforum.de

Fotos: Barbara Hartmann